Strecke 6710: Viadukt in Waldkappel

Kanonenbahn

Leinefelde - Silberhausen - Schwebda - Eschwege - Eschwege West
(Niederhone) - Waldkappel - (Burghofen)- Malsfeld - Treysa

 
Weitere Bilderseiten:

Von Direktionsgrenze bis Schwebda

Bahnhof Schwebda

Zwischen Schwebda und Eschwege

Bahnhof und Bahnbetriebswerk Eschwege

Zwischen Eschwege und Eschwege West

Bahnhof und Bahnbetriebswerk Eschwege West

Abriss des neueren Lokschuppens

Zwischen Eschwege West und Oetmannshausen

Zwischen Oetmannshausen und Waldkappel

Bahnhof Waldkappel

Schicksalsschlag in letzter Stunde

Zwischen Waldkappel und Bischofferoder Tunnel

Werra-Rundschau: Eisenbahnen im Werra-Meißner-Kreis

      Explosion eines Munitionszuges im März 1945 im Bahnhof Waldkappel

 
Die Kanonenbahn wurde als militärisch strategische Bahn erbaut, als durchgehende Verbindung von Berlin über Koblenz nach Metz, deswegen wird sie auch Berlin-Coblenzer-Eisenbahn (BCE) genannt.
 
Die Strecke von Leinefelde nach Treysa ist ein Teilstück der Kanonenbahn und wurde durch ein preußisches Gesetz in Jahr 1872 genehmigt und in den Jahren bis 1880 gebaut. Erste Stilllegungen der Strecke begannen 1947 mit der Teilung Deutschlands und betreffen zwischenzeitlich fast die gesamte Strecke. Von den ehemaligen 130 km sind heute insgesamt nur noch knapp 12 km auf zwei Teilstrecken in Betrieb, die in andere Strecken integriert wurden.
   
Karte der Kanonenbahn
   
Lediglich ab Eschwege gab es nach der Einstellung des Personenzugverkehrs von Eschwege nach Kassel am 31. Mai 1985 für die darauffolgenden 1 bis 2 Jahre noch einen wöchentlichen Güterzug Waldkappel, aber auch dieser Verkehr wurde bald darauf eingestellt. Endgültige Stilllegung des Güterverkehrs war am 1. Januar 1993.

Es war auch mal geplant, den Streckenabschnitt zwischen Eschwege West über Waldkappel bis nach Malsfeld zu elektrifizieren, damit diese als Umleiter bzw. Ent­lastung der Nord-Süd-Strecke in den 1960er Jahre verwenden zu kön­nen. Dieses wurde nicht ausgeführt, weil Brücken von den An­lie­ger­ge­mein­den nicht gesichert wurden oder konnten, wegen den zu hohen Kosten.
Diese Tatsache ist aber noch nicht bestätigt.

Dadurch, dass Treysa einen neuen Bahnhof erhielt, bis jetzt trafen sich dort im alten Bahn­hof nördlich von Treysa die beiden Strecken Main-Weser-Bahn [Kassel - Gie­ßen - Frankfurt, erbaut 1846/52] und die Kanonenbahn [Treysa Leinefelde, erbaut 1879]. Mit dem Bau der Knüllwaldbahn [Treysa Bad Hersfeld] war eine Ver­grö­ße­rung des Bahnhofs nicht mehr möglich, somit wurde südlich von Treysa ein neuer Bahnhof gebaut. Mit Eröffnung der Strecke am 31. Ju­li 1907 bzw. des Bahnhofs Trey­sa, wurde auch die Kanonenbahn um 1,5 km »länger«. Da aber die Ki­lo­me­trie­rung im alten Bahnhof Treysa begann, konnte man diese nicht so einfach verändern. So wurde diese jetzt umgedreht. Beginn war nun in Leinefelde und Ende im »neuen« Treysaer Bahnhof. Diese Änderung geschah wahrscheinlich in den Jahren 1908 bis 1911.


Kilometrierung bis 1908:neu, bzw. aktuell:
Treysa, alter Bahnhof0,00130,00
Malsfeld38,8689,61
Waldkappel66,2262,26
Niederhone79,2849,10
Eschwege82,5645,91
Schwebda87,2141,27
Leinefelde128,480,00
Zusammenschnitt der km-Angaben aus: Handbuch für den Eisenbahn-Güter-Verkehr,
Band 1 von 1905, Band 2 von 1896
 
Der Buchstabe B befindet links am Westportal des Frieda-Tunnels
Der Buchstabe B befindet links am Westportal des Frieda-Tunnels
   
Der Buchstabe C befindet rechts am Westportal des Frieda-Tunnels
Der Buchstabe C befindet rechts am Westportal des Frieda-Tunnels
 
Bahnhof Leinefelde um 1902 (Sammlung: Kanonenbahnmuseum)
 
Bahnhof Treysa in 1913 (Sammlung: Erwin Beltz, TT-Oldtimer)
Bahnhof Treysa in 1913 (Sammlung: Erwin Beltz, TT-Oldtimer)
 
Siehe Bild auf der linken Seite
Bahnhof Leinefelde um 1902 (Sammlung: Kanonenbahnmuseum)
 
Bahnhof Malsfeld, Postkarte von 1910
 
Alter Bahnhof Treysa (Sammlung: Erwin Beltz, TT-Oldtimer)
Alter Bahnhof Treysa (Sammlung: Erwin Beltz, TT-Oldtimer)
 
Siehe Bild auf der linken Seite
Bahnhof Malsfeld, Postkarte von 1910
 
Der hier gezeigte Abschnitt beginnt östlich von Schwebda an der Direktionsgrenze zwischen Kassel und Erfurt, der ehemaligen Staatsgrenze zwischen BRD und DDR und endet westlich von Burghofen mit der Kreisgrenze im Bischofferoder Tunnel.